Computertomographie (CT)

Die Computertomographie (CT) ist ein modernes Verfahren, durch das ein detaillierter Blick in den menschlichen Körper möglich wird.

Eine Röntgenröhre umkreist den Patienten und sendet gleichzeitig ein dünnes Röntgenstrahlenbündel aus. Der Röhre gegenüber umkreist ein Detektorsystem den Patienten. Dadurch können Körperorgane in jeder Schicht aus nahezu eintausend Richtungen aufgenommen werden. Dies summiert sich auf hunderttausende von Messwerten, die ein Computer weiter verarbeitet. Das Ergebnis sind überlagerungsfreie Querschnittsbilder der untersuchten Körperregion. Die Messzeit jeder Körperregion beträgt dabei nur wenige Sekunden.
Die Untersuchung ist schmerzfrei und für den Patienten unkompliziert. Der besondere Vorteil gegenüber dem konventionellen Röntgenbild ist die bessere Darstellung der Weichteile, d.h. der inneren Organe. Man kann in kürzester Zeit große Körperabschnitte untersuchen. Durch die besondere Aufnahmetechnik vermeidet man die Überlagerungen von Organen, wie sie im Röntgenbild (Summationsbild) entstehen können und kommt dadurch zu klareren Diagnosen. Durch Nachverarbeitung der gemessenen Daten ist es möglich, dreidimensionale Darstellungen des untersuchten Bereiches zu erzeugen. Außerdem kann man durch Dichtemessungen feststellen, ob es sich z.B. um Fettgewebe, Flüssigkeit oder eine feste Gewebsstruktur handelt.

Die Computertomographie hat heutzutage ein sehr breites Einsatzspektrum. Bei Untersuchungen der Lunge, vielen Fragestellungen im Bauchraum (Abdomen) und der schnellen Untersuchung des Kopfes (z. B. bei der Suche nach Blutungen und Verletzungen) kann keine andere Methode so schnell und präzise entscheidende Informationen liefern. Gerade bei Unfällen und Schlaganfällen ist die Computertomographie unverzichtbar. Bei ausgeprägter Platzangst stellt die Computertomographie eine Alternative zur Kernspintomographie dar.

Unsere Ausstattung

  • Philips MX-16 (16 Zeilen)

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Während der Untersuchung liegen die Patienten meist in Rückenlage auf einer schmalen Liege, die sich langsam in die ringförmige Öffnung des Gerätes hineinbewegt. Diese ist mit ca. 70 cm relativ weit und das Gerät eher ein Ring als eine „Röhre", weshalb Sie sich nicht eingeengt fühlen und keine Platzangst haben müssen. Während der Untersuchung können Sie über eine Sprechanlage jederzeit mit dem Arzt bzw. der Röntgenassistentin Kontakt aufnehmen.

Die Untersuchung selbst ist völlig schmerzfrei und dauert je nach Aufwand 2 bis 10 Minuten. Sie sollten während der Untersuchung so entspannt und ruhig wie möglich liegen. Möglicherweise wird Ihnen eine automatische Stimme genaue Anweisungen für die Atmung geben. Bitte halten Sie sich daran, denn bei jeder Atmung können sich die inneren Organe anders darstellen.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Untersuchungen des Kopfes (Schädel und Gehirn) sowie der Bandscheiben und Skelettanteile bedürfen keiner besonderen Vorbereitung. Etwa 2 Stunden vor der Untersuchung des Bauches und Beckens werden meist 1-2 Liter Kontrastmittel zum Trinken gereicht, um den Magen-Darm-Trakt abgrenzen zu können. Sie müssen in der Regel nicht nüchtern kommen, eine leichte Kost ist sogar empfehlenswert.

Kontrastmittel im CT

Bei vielen CT-Untersuchungen ist die Gabe von Kontrastmitteln nötig. Kontrastmittel dienen dazu, Blutgefäße, die inneren Organe, aber auch Tumoren oder Entzündungen besser darzustellen. Sie werden in die Armvene gespritzt und erzeugen besser beurteilbare Bilder. Bei Untersuchungen des Bauchraums kann es auch sein, dass Kontrastmittel getrunken werden muss. In der Regel sind alle Kontrastmittel gut verträglich und werden nach kurzer Zeit wieder über die Nieren bzw. den Darm ausgeschieden. Wenige Menschen reagieren auf jodhaltige Kontrastmittel überempfindlich. Daher müssen Sie vor Kontrastmitteluntersuchungen einen Fragebogen ausfüllen, damit eine mögliche Unverträglichkeit noch vor der Untersuchung erkannt werden kann.

Falls Sie Diabetiker sind und Metformin-haltige Tabletten einnehmen, so müssen Sie diese zwei Tage vor der Untersuchung absetzen.

Da das in der CT verwendete Kontrastmittel über die Nieren ausgeschieden wird und jodhaltig ist, benötigen wir ab einem Alter von 60 Jahren oder bei vorbestehender Nieren- und/oder Schilddrüsenerkrankung  für die Untersuchung folgende Werte:  Kreatinin/GFR (nicht älter als 3 Monate) und TSH (nicht älter als 1 Jahr). Bitte lassen Sie diese von Ihrem überweisenden Arzt ggf. bestimmen und bringen Sie sie zur Untersuchung mit!

Nach Oben